<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://limmerstr.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://limmerstr.twoday.net/">
    <title>Limmerstr. : Rubrik:Kulturindustrie</title>
    <link>http://limmerstr.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>svennov</dc:publisher>
    <dc:creator>svennov</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-29T18:05:00Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://limmerstr.twoday.net/stories/6087687/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://limmerstr.twoday.net/stories/5113612/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/icon.gif">
    <title>Limmerstr.</title>
    <url>http://static.twoday.net/icon.gif</url>
    <link>http://limmerstr.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://limmerstr.twoday.net/stories/6087687/">
    <title>I &#10084; Kulturpessimismus</title>
    <link>http://limmerstr.twoday.net/stories/6087687/</link>
    <description>Über Moral, Kultur, Ästhetizismus und Freiheit in der Postmoderne.&lt;br /&gt;
Ein Rundumschlag zum Ende der 00er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Zeit, in der man selbst mit einem &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/panorama/welt/497074/index.do&quot;&gt;Hitlergruß&lt;/a&gt; kein Entsetzen sondern fast schon Applaus ob des Mutes zur Ausführung dieser heutzutage als obszön gedeuteten Geste provozieren kann, in der es nicht sanktioniert wird, eine dunkelhäutige Frau auf einem linksalternativen Elektrofestival gegen synthetische Drogen einzutauschen, in der Geschlechtsverkehr und Drogenexzesse auf der Clubtoilette nicht nur toleriert werden, sondern zum &lt;a href=&quot;http://technoprosa.wordpress.com/2007/12/20/rine-nacht-in-berghain/&quot;&gt;guten Ton&lt;/a&gt; gehören, kann es keine gemeinsame Moral mehr geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wäre schlicht sinnlos, zu sehr haben sich die Pole der pluralistischen Gesellschaften voneinander entfernt. Früher, in der guten alten Moderne war es einfach: Statt Milieus gab es &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialstruktur#Definition_nach_Dahrendorf&quot;&gt;Schichten&lt;/a&gt;, was die geringere Permeabilität, die zwischen ihnen herrschte, verdeutlichte; Man wusste, dass jeder Bankdirektor eine S-Klasse fuhr und in einer Villa am Stadtrand wohnte während die Kombination aus VW-Käfer und 1-Zimmer-Appartement in Innenstadtlage auf jede Sekretärin zutraf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute heißen Kinder &lt;a href=&quot;http://www.tageloehner.de/namen/&quot;&gt;Leon Noël oder Mirja Loan&lt;/a&gt;, die gesellschaftliche Rolle des Bankdirektors wurde vom Agenturchef eingenommen; Und dieser spielt gerade entweder Bürogolf oder jagt &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Anal_bleaching&quot;&gt;komischen Schönheitsidealen&lt;/a&gt; und/ oder blutjungen, prekär beschäftigten Praktikantinnen hinterher und bewohnt eine 500qm-Loftwohnung in einem ehemals alternativen ehemaligen Arbeiterviertel. Die &lt;strike&gt;Sekretärin,&lt;/strike&gt; &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/reise/article5456898/Deutsche-freut-sich-schon-auf-ihre-Reise-ins-All.html&quot;&gt;Diplomkauffrau&lt;/a&gt; &lt;strike&gt;die geerbt hat,&lt;/strike&gt; freut sich auf ihren Flug ins &lt;a href=&quot;http://www.virgingalactic.com&quot;&gt;Weltall&lt;/a&gt; während &lt;a href=&quot;http://identi.ca/notice/16777873&quot;&gt;Unterschichtenangehörige&lt;/a&gt; die U-Bahn mit billigem Hip-Hop aus ihren iPhones beschallen. Wenn ich einen Menschen ob seiner offensichtlichen Prekariatsphysiognomie beschimpfe und dabei auch genau dieses Wort benutze, so wird er mich zu 90% nicht verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An jeder Ecke entstehen Parallelgesellschaften, und ich rede jetzt nicht explizit von den zwielichtigen Gestalten, die in ihren &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,495048,00.html&quot;&gt;Kultur-Vereinen&lt;/a&gt; sitzen und nicht in der Lage sind, die Bedeutung dieses Wortes in der Sprache der sie duldenden Gesellschaft zu definieren. Es sind vielmehr die Parallelgesellschaften im Kleinen, die die Entfremdung der Gesellschaft sich selbst gegenüber eindrucksvoll beweisen. Es sind jene bildungsferne Schichten, die gebildete Menschen &lt;a href=&quot;http://books.google.com/books?id=vbdAu6MHxowC&amp;pg=PT63&amp;lpg=PT63&amp;dq=bildungsfern+verachtung+oberschicht&amp;source=bl&amp;ots=yTo1suTjhR&amp;sig=KWT4PPnbfHs7ZMTSZOc1JY9iG0U&amp;hl=de&amp;ei=Yes5S6SBOITymwPCscH0Aw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=3&amp;ved=0CA0Q6AEwAg#v=onepage&amp;q=&amp;f=false&quot;&gt;verachten (siehe Fußnote 3)&lt;/a&gt;; selbst das Bildungsbürgertum hat seine SPD-induzierte Toleranz gegenüber der Unterschicht mittlerweile größtenteils zusammen mit der politischen Präferenz abgelegt und begegnet jener nun auch mit Verachtung. Dass die Tage der großen Volksparteien im Allgemeinen gezählt sind, sei in diesem Rahmen nur kurz angemerkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind auch jene &lt;a href=&quot;http://www.sociovision.de/uploads/tx_mpdownloadcenter/sm_DDR.pdf&quot;&gt;DDR-Nostalgiker&lt;/a&gt;, die seit 20 Jahren einem längst verschwundenen Zustand hinterhertrauern und immer noch nicht in der Gegenwart angekommen sind. Es ist das Wegsterben jeglicher Mittelschichten in der Gesellschaft, die früher als gesellschaftlicher Moderator zwischen Ober- und Unterschicht fungierten und den sozialen Kitt lieferten, der die heute in alle Richtungen auseinanderdivergierende Gesellschaft zusammenhielt. Denn heute ist Individualität die höchste Devise. Was sich an all den total individuellen Doppelnamen erkennen lässt. Blöd nur, wenn sich der halbe Spielplatz angesprochen fühlt, wenn der kleine Joschua Janis gerufen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Gemeinsamkeit der aller Mitglieder der Gesellschaft scheint die gemeinsame Verachtung derselben zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit Beginn der kulturellen Postmoderne ist die Kultur damit unabänderlich dem Untergang geweiht. Oder andersherum formuliert: Der Konsum ist unheilbar an Kultur erkrankt, weil die Kultur sich wirtschaftlichen Interessen unterordnen musste, um zu überleben (&lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/stories/3489667/&quot;&gt;1&lt;/a&gt; , &lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/stories/5099753/&quot;&gt;2&lt;/a&gt;) Und durch ungebändigten Konsum an sich sinn- und wertfreier Kultur-Güter wird versucht, dieses Defizit zu überdecken. Selbst die Arbeit hat in Zeiten der Arbeitslosigkeit einerseits und der Massenproduktion von Winkekatzen andererseits ihren sinngebenden und produktiven Stellenwert für die gesellschaftliche Weiterentwicklung verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der (Kultur-) Konsum erfolgt nicht mehr aus dem Streben nach Erkenntnis, dessen Befriedigung mangels hinreichend sublimierter, zweckfreier Kunst selten geworden ist, sondern vielmehr aus dem Streben nach Distinktion oder, für Leute, die nicht wissen, was Distinktion ist, einfach nur lart pour lart. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint sich ein Teufelskreis aus Niedergang von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_sucht_den_Superstar&quot;&gt;Inhalten&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.stefan-niggemeier.de/blog/qwalitaestjournalisms/&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; gebildet zu haben, der eine bedingt den anderen; denn was nutzen schon Inhalte, wenn man nicht mehr in der Lage ist, diese in einer ansprechenden Form zu kommunizieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was liegt unter diesen Bedingungen näher, als sich auf die &lt;a &gt;äußere Form&lt;/a&gt; zu konzentrieren, wenn es schon keine Inhalte mehr gibt, die diskussionswürdig sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch in welche Richtung soll die Entwicklung gehen? In einer Zeit scheinbarer sexueller Freizügigkeit kann man nur noch provozieren, indem man sich dem Strudel der ubiquitär und einfach verfügbaren sexuellen Befriedigung und gesellschaftlich subventionierter &lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/20080824/&quot;&gt;Promiskuität&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/stories/5385767/&quot;&gt;entzieht&lt;/a&gt;. Man kann provozieren, indem man sich gut gekleidet ( &lt;a href=&quot;http://germanpsycho.wordpress.com/2009/12/04/der-ewige-jude/&quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/leben/73/494410/text/&quot;&gt;2&lt;/a&gt;)in einem Milieu bewegt, dessen Kleidungs-Paradigma sich mit verordneter Verwahrlosung beschreiben lässt. Und sich dafür als Nazi oder Yuppie beschimpfen lässt. Umgekehrt wäre so ein Affront schon längst nicht mehr möglich, zu sehr langweilt sich die selbsternannte Elite, zu sehr ist das Ideal des Schönen und Guten schon verwässert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/stories/5700940/&quot;&gt;1968er&lt;/a&gt; haben den Protest und den Begriff der Freiheit, für den sie damals gekämpft haben, ad absurdum geführt, so dass sich viele Menschen heute bloß noch über ihr Anders-sein, ihre Individualität und ihren beliebig gewordenen Protest definieren. Doch viele haben dabei vergessen, gegen &lt;a href=&quot;http://limmerstr.twoday.net/stories/5766758/&quot;&gt;was&lt;/a&gt; sie überhaupt protestieren. Und da ein Verlust des zu bekämpfenden Zustandes gleichzeitig einen Verlust ihrer Identität bedingen würde, protestieren sie weiter, &lt;a href=&quot;https://www.uzh.ch/psychologie/sowi/ssl-dir/ss04/1241/files_public/VL040519.pdf&quot;&gt;als wäre nichts gewesen&lt;/a&gt;. Häufig wird die Freiheit als Grund angeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was bedeutet Freiheit heute überhaupt noch? Ist sie nicht vielmehr zu einer Karikatur Ihrer Selbst, zu einem Zwang mutiert, alles, was &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=Elektrischer+Krawattenhalter&amp;tag=edelight-21&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&quot;&gt;technisch&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://inflatablesforum.foren-city.de/topic,2499,-n-maedel-mit-ein-paar-wasserbaellen.html&quot;&gt;gesellschaftlich (NSFW)&lt;/a&gt;  möglich ist, im Sinne von Das kann ich auch auch auszureizen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin bestürzt. Und gehe erstmal einen Galão trinken.</description>
    <dc:creator>svennov</dc:creator>
    <dc:subject>Kulturindustrie</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 svennov</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-29T12:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://limmerstr.twoday.net/stories/5113612/">
    <title>Zwei Jahre habe ich gesucht...</title>
    <link>http://limmerstr.twoday.net/stories/5113612/</link>
    <description>... weil ich dachte, dass das folgende Lied aus Brasilien käme. Jetzt ist es wenigstens offiziell bestätigt, dass ich portugiesisch und italienisch nicht auseinander halten kann und ausserdem ist eine fundamentale Bildungslücke geschlossen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/5PrESaU3GWM&amp;hl=en&amp;fs=1&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/5PrESaU3GWM&amp;hl=en&amp;fs=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>svennov</dc:creator>
    <dc:subject>Kulturindustrie</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 svennov</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-09T12:19:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://limmerstr.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://limmerstr.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
