24.12.
Ich liebe den Kontrast, wenn ich in einem Hotel bin, das mehr Komfort als meine Wohnung in der Limmerstr. bietet und ich mir von dort aus ein Taxi in irgendwelche ranzigen Clubs bestellen kann. So ist es auch an Heiligabend geschehen: Nach einem erlesenen Menü mit Chardonnay, Carajillo und Port nehme ich mir eine kleine Auszeit und tausche meinen feinen Anzug gegen eine unkaputtbare Hose mit einem robusten Ausgehsakko, unter dem ich meistens eine Trainingsjacke zu tragen pflege. Um eins an der Sternschanze angekommen treffe ich einen jungen Mann, der mich spontan zu einem Bier aus einem Dönergrill einlädt. "Das ist auch dringend nötig", denke ich, denn ich bin fast schon wieder nüchtern. Endlich kommt A. um die Ecke, wir gehen zusammen ins Le Fonque, wo ich merke, wie erschreckend nüchtern ich noch bin, nachdem ich an der Bar zwei Jägermeister ausgegeben bekomme. Für A. ist es eine komplett neue Erfahrung, am Heiligabend nach den familiären Verpflichtungen noch wegzugehen, sie klagt mir ihr Weihnachtsleid, so wie es in diesem Moment alle tun, nur dass ein Großteil der Anwesenden dabei ziemlich lallt. Ich frage mich, warum wir uns so gut verstehen, obwohl wir eigentlich komplett unterschiedlich sind.
Den Preis für die beste Symbiose des Abends vergeben wir an ein Pärchen: Er hat einen Totalschaden und muss mit einem Weizenglas mit Wasser reanimiert werden, während sie wie ein Wasserfall auf ihn einredet und ihm ihr Leid klagt.
Nach einer Lücke von ein paar Stunden steige ich in ein Taxi, was mich pünklich um neun zum Frühstücksbuffet im Hotel absetzt.
Den Preis für die beste Symbiose des Abends vergeben wir an ein Pärchen: Er hat einen Totalschaden und muss mit einem Weizenglas mit Wasser reanimiert werden, während sie wie ein Wasserfall auf ihn einredet und ihm ihr Leid klagt.
Nach einer Lücke von ein paar Stunden steige ich in ein Taxi, was mich pünklich um neun zum Frühstücksbuffet im Hotel absetzt.
svennov - 3. Jan, 01:02
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