Komischer Wochenanfang
Was sind das eigentlich für Menschen, die einen weißen Audi TT fahren? Abgesehen davon, dass die Farbe gar nicht geht, ist das Ding eng und unbequem (selbst die hellelfenbeinfarbene C-Klasse, die mich zu dieser abgelegenen Lokalität brachte, war in dieser Kategorie besser).
Es wird auch nicht angenehmer, wenn zwei Ibiza-Boys vorne sitzen und dabei laut Mallorca-House hören. Der einzige Unterschied zwischen dem Klischee-Bilderbuch vor meinem inneren Auge zur Realität war, dass die Polizei das Auto noch nicht angehalten hatte, worauf ich aber inständig hoffte, während ich mir ausmalte, auf welche Drogen der Teststreifen wohl beim Fahrer anschlagen würde.
Und sowieso: "Ein Sportwagen ohne Lederausstattung ist auch kein Sportwagen", fällt mir ein, doch verzichte ich darauf, meinen Standpunkt an dieser Stelle zur Sprache zu bringen.
Aber mal von Anfang an: Party in einem bürgerlichen Viertel, es gibt keinen Kühlschrank, einen Schokobrunnen und dementsprechend auch viele Mädchen.
Ich langweile mich und beschließe, mit rot gekleideten Mädchen rote Limes zu trinken. Nach den ersten Naziwitzen des Abends setzt sich der Niveaulimbo fort, während jemand von der anderen Seite des Raumes versucht, mit einem Monolog über Eliteschulen in unsere Unterhaltung einzudringen. Als er merkt, dass sich niemand für ihn interessiert, fängt er an, über Computer zu reden und behauptet, dass Apple-Computer blöd seien, womit er sich selbst aus der Runde katapultierte.
Den Vogel abgeschossen hat allerdings jemand in einem rot-gestreiften Polo-Shirt, der anscheinend nicht verstehen konnte, wie und warum ich einen Krawattenschal trage (Mit Ascot-Knoten; selbstverständlich) und meinte, seine Bewunderung in unhöflichen Pöbeleien verpacken zu müssen. Deswegen entgegnete ich auf seine Frage, warum ich denn "so ein komisches Tuch" trage und ob so etwas in sei, dass ich es nur täte, weil ich mir keine feschen S.Oliver-Polohemden leisten könne. (Der Krawattenschal könnte übrigens wirklich günstiger als dieses gräßliche Polohemd gewesen sein; ich habe in Amsterdam am Waterlooplein einen tollen Laden entdeckt, der Krawattenschals in einer großen Auswahl und zu annehmbaren Preisen anbietet)
Wie erwartet, schien Zynismus ein Fremdwort für ihn zu sein, gerne hätte ich es ihm detailliert erläutert, doch da war er schon auf dem Balkon und eine junge Dame verriegelte die Tür hinter ihm.
Sie bedankte sich bei mir, dass ich geholfen hätte, den Störenfried auszusperren, der ihr den ganzen Abend schon auf die Nerven gegangen war.
Danach unterhielten wir uns über Anzüge von S.Oliver. Und lachten.
Es wird auch nicht angenehmer, wenn zwei Ibiza-Boys vorne sitzen und dabei laut Mallorca-House hören. Der einzige Unterschied zwischen dem Klischee-Bilderbuch vor meinem inneren Auge zur Realität war, dass die Polizei das Auto noch nicht angehalten hatte, worauf ich aber inständig hoffte, während ich mir ausmalte, auf welche Drogen der Teststreifen wohl beim Fahrer anschlagen würde.
Und sowieso: "Ein Sportwagen ohne Lederausstattung ist auch kein Sportwagen", fällt mir ein, doch verzichte ich darauf, meinen Standpunkt an dieser Stelle zur Sprache zu bringen.
Aber mal von Anfang an: Party in einem bürgerlichen Viertel, es gibt keinen Kühlschrank, einen Schokobrunnen und dementsprechend auch viele Mädchen.
Ich langweile mich und beschließe, mit rot gekleideten Mädchen rote Limes zu trinken. Nach den ersten Naziwitzen des Abends setzt sich der Niveaulimbo fort, während jemand von der anderen Seite des Raumes versucht, mit einem Monolog über Eliteschulen in unsere Unterhaltung einzudringen. Als er merkt, dass sich niemand für ihn interessiert, fängt er an, über Computer zu reden und behauptet, dass Apple-Computer blöd seien, womit er sich selbst aus der Runde katapultierte.
Den Vogel abgeschossen hat allerdings jemand in einem rot-gestreiften Polo-Shirt, der anscheinend nicht verstehen konnte, wie und warum ich einen Krawattenschal trage (Mit Ascot-Knoten; selbstverständlich) und meinte, seine Bewunderung in unhöflichen Pöbeleien verpacken zu müssen. Deswegen entgegnete ich auf seine Frage, warum ich denn "so ein komisches Tuch" trage und ob so etwas in sei, dass ich es nur täte, weil ich mir keine feschen S.Oliver-Polohemden leisten könne. (Der Krawattenschal könnte übrigens wirklich günstiger als dieses gräßliche Polohemd gewesen sein; ich habe in Amsterdam am Waterlooplein einen tollen Laden entdeckt, der Krawattenschals in einer großen Auswahl und zu annehmbaren Preisen anbietet)
Wie erwartet, schien Zynismus ein Fremdwort für ihn zu sein, gerne hätte ich es ihm detailliert erläutert, doch da war er schon auf dem Balkon und eine junge Dame verriegelte die Tür hinter ihm.
Sie bedankte sich bei mir, dass ich geholfen hätte, den Störenfried auszusperren, der ihr den ganzen Abend schon auf die Nerven gegangen war.
Danach unterhielten wir uns über Anzüge von S.Oliver. Und lachten.
svennov - 23. Dez, 01:06
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks

Trackback URL:
http://limmerstr.twoday.net/stories/5404611/modTrackback