Meine Probefahrerkarriere II
Ein paar Jahre später war ich mal mit meinem kleinen Neffen bei BMW um Autos anzuschauen, in meiner Nähe stand ein prolliger aber sich beim Verkäufer anbiedernder Auszubildender, der devot nachfragte, ob es denn möglich sei, eine Probefahrt mit einem bestimmten Fahrzeug zu machen. Der Verkäufer spulte souverän sein Standardprogramm ab: "Würde ja gerne, aber sorry, die Zentrale hat uns das Vorführmodell weggenommen.. Nehmen Sie doch einen Prospekt mit" Zwei Minuten später war der Verkäufer bei mir und pries mir die Vorzüge des Wagens an, dabei bot er mir u.a. eine Probefahrt an, die ich selbstverständlich dankend ablehnte. Ich glaube, in der Stadt, in der die Limmerstr. liegt, kennt man mich schon: Ich habe alle einigermaßen passablen Automarken durch, nur von Porsche lasse ich die Finger, weil ich ein ästhetisches Problem mit dieser Prothesen-Marke habe.
Teilweise flattern die Angebote auch einfach so auf meinen Schreibtisch: Vor einiger Zeit erhielt ich im Büro einen cold-call vom hiesigen Audi-Zentrum, man fragte, ob wir nicht unseren Fuhrpark modernisieren wollen. Im ersten Moment war ich genervt, wollte irgendwas blödes sagen und auflegen. Dann hatte ich aber eine bessere Idee: Ich bat um ein Angebot für 3 Audi A3, einen A4 und einen A8. Zwei Tage später war der Vertreter da, wir wurden uns über den Preis einig und ich dankte ihm für den Besuch, bat um seinen Anruf, wenn ich die Investition mit der Geschäftsführung besprochen hätte. Im Herausgehen sagte ich, dass ich am Wochenende Zeit hätte, den A8 auszuprobieren, er solle mir den Wagen doch bitte von Freitag bis Samstag reservieren. So kam es, dass ich mit einem A8 in meine Lieblingshansestadt fuhr, dort nahm ich am Sommerfest eines großen Hamburger Bestattungsinstitutes teil, für dass ich einmal arbeitete. Die von dort mitgenommenen Weinflaschen passten hervorragend in den Cupholder des Audis in der Mittelkonsole. Leider hatten wir keine Gläser mit an Bord, aber der Weg von Ohlsdorf nach St. Pauli vergeht ziemlich schnell in einem solchen Wagen. Später im Pudel-Klub habe ich eine liebenswerte Gestalt zu einer privaten Afterhour eingeladen, wir fuhren zum Elbstrand und besudelten dort die cremefarbenen Ledersitze. Irgendwann kam die Polizei, aber die 15 Euro für verbotenes Parken zahlte ich gerne. Ein Hotel mit vergleichbarem Ausblick und Komfort hätte das Zehnfache gekostet und nicht ein Zehntel so viel Spaß gemacht.
Teilweise flattern die Angebote auch einfach so auf meinen Schreibtisch: Vor einiger Zeit erhielt ich im Büro einen cold-call vom hiesigen Audi-Zentrum, man fragte, ob wir nicht unseren Fuhrpark modernisieren wollen. Im ersten Moment war ich genervt, wollte irgendwas blödes sagen und auflegen. Dann hatte ich aber eine bessere Idee: Ich bat um ein Angebot für 3 Audi A3, einen A4 und einen A8. Zwei Tage später war der Vertreter da, wir wurden uns über den Preis einig und ich dankte ihm für den Besuch, bat um seinen Anruf, wenn ich die Investition mit der Geschäftsführung besprochen hätte. Im Herausgehen sagte ich, dass ich am Wochenende Zeit hätte, den A8 auszuprobieren, er solle mir den Wagen doch bitte von Freitag bis Samstag reservieren. So kam es, dass ich mit einem A8 in meine Lieblingshansestadt fuhr, dort nahm ich am Sommerfest eines großen Hamburger Bestattungsinstitutes teil, für dass ich einmal arbeitete. Die von dort mitgenommenen Weinflaschen passten hervorragend in den Cupholder des Audis in der Mittelkonsole. Leider hatten wir keine Gläser mit an Bord, aber der Weg von Ohlsdorf nach St. Pauli vergeht ziemlich schnell in einem solchen Wagen. Später im Pudel-Klub habe ich eine liebenswerte Gestalt zu einer privaten Afterhour eingeladen, wir fuhren zum Elbstrand und besudelten dort die cremefarbenen Ledersitze. Irgendwann kam die Polizei, aber die 15 Euro für verbotenes Parken zahlte ich gerne. Ein Hotel mit vergleichbarem Ausblick und Komfort hätte das Zehnfache gekostet und nicht ein Zehntel so viel Spaß gemacht.
svennov - 8. Dez, 15:11
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Die_Heldin (Gast) - 9. Dez, 01:45
besserwisserkommentar am rande: überdenken sie bitte die konjugation des verbs "anpreisen". ansonsten: wie sind sie denn aus der audikaufgeschichte am ende wieder heraus gekommen?
svennov - 9. Dez, 09:23
Besten Dank für den Hinweis. Was täte ich nur ohne meine aufmerksame Leserschaft? Das Herauskommen aus einem angeblich geplanten Autokauf ist sehr ähnlich zum Herauskommen aus einer angeblich geplanten Beziehung: Einfach nicht mehr anrufen bzw. am Telefon vertrösten.
Feli (Gast) - 9. Dez, 23:49
Nicht von schlechten Eltern
Porsche = Prothesen-Marke ?
Nicht schlecht, hätte ich dir garnicht zu getraut. Dass du vor irgendetwas halt machst!
Nach allem, was man hier sonst so liest, hätte ich mir einen kleinen alten 911er gut in der Garage vorstellen können... Egal, gehört hier nicht hin!
"Keep Probefahren", ist sehr unterhaltsam! :)
Nicht schlecht, hätte ich dir garnicht zu getraut. Dass du vor irgendetwas halt machst!
Nach allem, was man hier sonst so liest, hätte ich mir einen kleinen alten 911er gut in der Garage vorstellen können... Egal, gehört hier nicht hin!
"Keep Probefahren", ist sehr unterhaltsam! :)
Die_Heldin (Gast) - 11. Dez, 03:29
diesen besserwisserkram regelt man üblicherweise diskreter per mail - aber man findet ja hier nichts.^^.

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