Botellones
Seit einiger Zeit schlagen hier immer wieder Ankündigungen einer sogenannten "Interessengemeinschaft Lebendiges Linden 2.0" auf, in denen zur Teilnahme an Botellones aufgerufen wird. Eine Botellon ist eine Art kollektives Vorglühen, es kommt ursprünglich aus Spanien und findet dort meistens auf Plätzen und in Parks statt. Letztes Jahr gab es Berichte darüber, dass auch in Zürich regelmäßig Botellones auf öffentlichen Plätzen stattfinden. Nach bisherigen Erkenntnissen hat es bisher 3 Veranstaltungen dieser Art in der Stadt, in der die Limmerstr. liegt gegeben.
Die letzte allerdings fand wegen der niedrigen Temperaturen in der Straßenbahn statt, was bei der Polizei in Hinblick auf den im März 2008 stattgefundenen, im Gegensatz zur Botellon politisch motivierten S-Bahn-Rave wahrscheinlich einen Angstreflex auslöste, dessen Auswirkungen ich im Folgenden beschreiben möchte.
Die Veranstalter hatten einen Fahrplan ausgearbeitet, der die Teilnehmer mit Bus, U-Bahn und S-Bahn durch die Stadt, in der die Limmerstr. liegt geführt hätte.
Gerade im Kontext des Polizeieinsatzes wird nochmals von Seiten der Veranstalter betont, dass es sich bei der Botellon um eine reine Spaßveranstaltung ohne politische Hintergedanken handele.
Im folgenden gebe ich die Erfahrungen meines Freundes M. weiter, der bei der Aktion dabei war.
Die Limmerstr., wo zufälligerweise auch die Anfangshaltestelle lag, war überfüllt mit unauffällig auffälligen Zivilbullen, in den Nebenstraßen hatten sie ihre grauen Passat Kombis abgestellt und schlichen in Zweierteams um die wartenden Botellon-Teilnehmer herum. In der Bahn war das Bild ähnlich: die drahtigen, leicht Asi-mäßig aussehenden Jungs mit Kopfhörern im Ohr waren schlecht getarnte Cops, bei denen man teilweise sogar die Hundemarken erkennen konnte. Dazu kamen noch jede Menge uniformierte Polizisten und Security-Leute. An der Kopernikusstr., wo eigentlich nach einem Kiosk-Stopp ein Umstieg in den Bus geplant war, machten die Polizisten die U-Bahn-Station dicht und hielten die 25 Teilnehmer am alternativsten aussehenden Teilnehmer für ungefähr eine Stunde fest; die bürgerlicher gekleideten Teilnehmer durften die Station verlassen. Die Festgehaltenen erhielten einen Platzverweis für alle Stationen der Botellon und für Hannovers Straßenbahn im Allgemeinen. Der ganze Engelbosteler Damm war gut gefüllt mit Sixpacks, und auch an jeder der 8 Umstiegspunkte wartete jeweils ein Sixpack um die ausgesprochenen Platzverweise kontrollieren zu können.
Das ist natürlich auch eine gute Art, auf effiziente Weise Geld zu verbrennen... Ich bin gespannt auf den Frühling und die für dann angekündigten Aktionen.
Die letzte allerdings fand wegen der niedrigen Temperaturen in der Straßenbahn statt, was bei der Polizei in Hinblick auf den im März 2008 stattgefundenen, im Gegensatz zur Botellon politisch motivierten S-Bahn-Rave wahrscheinlich einen Angstreflex auslöste, dessen Auswirkungen ich im Folgenden beschreiben möchte.
Die Veranstalter hatten einen Fahrplan ausgearbeitet, der die Teilnehmer mit Bus, U-Bahn und S-Bahn durch die Stadt, in der die Limmerstr. liegt geführt hätte.
Gerade im Kontext des Polizeieinsatzes wird nochmals von Seiten der Veranstalter betont, dass es sich bei der Botellon um eine reine Spaßveranstaltung ohne politische Hintergedanken handele.
Im folgenden gebe ich die Erfahrungen meines Freundes M. weiter, der bei der Aktion dabei war.
Die Limmerstr., wo zufälligerweise auch die Anfangshaltestelle lag, war überfüllt mit unauffällig auffälligen Zivilbullen, in den Nebenstraßen hatten sie ihre grauen Passat Kombis abgestellt und schlichen in Zweierteams um die wartenden Botellon-Teilnehmer herum. In der Bahn war das Bild ähnlich: die drahtigen, leicht Asi-mäßig aussehenden Jungs mit Kopfhörern im Ohr waren schlecht getarnte Cops, bei denen man teilweise sogar die Hundemarken erkennen konnte. Dazu kamen noch jede Menge uniformierte Polizisten und Security-Leute. An der Kopernikusstr., wo eigentlich nach einem Kiosk-Stopp ein Umstieg in den Bus geplant war, machten die Polizisten die U-Bahn-Station dicht und hielten die 25 Teilnehmer am alternativsten aussehenden Teilnehmer für ungefähr eine Stunde fest; die bürgerlicher gekleideten Teilnehmer durften die Station verlassen. Die Festgehaltenen erhielten einen Platzverweis für alle Stationen der Botellon und für Hannovers Straßenbahn im Allgemeinen. Der ganze Engelbosteler Damm war gut gefüllt mit Sixpacks, und auch an jeder der 8 Umstiegspunkte wartete jeweils ein Sixpack um die ausgesprochenen Platzverweise kontrollieren zu können.
Das ist natürlich auch eine gute Art, auf effiziente Weise Geld zu verbrennen... Ich bin gespannt auf den Frühling und die für dann angekündigten Aktionen.
svennov - 2. Apr, 14:11
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