conventioncamp Hannover III
Die Session von Norbert Hillinger läuft gerade mal fünf Minuten und trotzdem kann ich jetzt schon sagen, dass es die schlechteste (professionelle) Präsentation ist, die ich jemals gesehen habe. Es ist 11 Uhr und Herr Hillinger redet eine so sinnloses Zeug, dass man am liebsten aufstehen würde und Bullshit rufen möchte. Hinzu kommt noch eine akustische Umweltverschmutzung mit sphärischen Klängen, die in die Präsentation eingebunden sind. Es geht um Microtrends, aber leider wird nichts über die Methoden erzählt, wie man diese Trends gefunden hat. Genau dies ist der Punkt der Kritik von Holger Rust an den Trendforschern: Sie reden die ganze Zeit von Keytrends, die sie sich selber aus den Fingern saugen.
Oh, jetzt redet er über online-Musikmagazine. Disco 2.0 am morgen. Hilfe, bitte erlöst mich. Jetzt kommen auch noch Videos über user-initiated Advertising...
Wenigstens steht er jetzt hinter dem Rednerpult, welches den Blick auf seine unterirdischen Schuhe verstellt.
Auf die Frage nach den Methoden der Trendforschung sagte Dillinger, dass es ein 15-köpfiges Expertenpanel gebe, welches wöchentlich zusammentreffe, um Trends zu analyseieren. Eine richtige Methode scheint es dabei nicht zu geben, Dillinger umschrieb es mit Erfahrungswerten. Das Geschäftsmodell von Trendone ist eine kostenpflichtige Trenddatenbank, aber die Trends werden wie am Fließband produziert: der Output soll bei 300 Trends pro Woche liegen. Ich frage mich, was die Jungs machen, wenn es nicht genug Trends zu Erfüllung der Zielvorgabe gibt. Es wird auch im Nachhinein nicht nachgeforscht, inwiefern die Trends sich bewahrheitet haben oder nicht. Willkommen in der Trend-Wegwerfgesellschaft.
PS: Dass er keine vernünftigen Manschetten oder gar ein gut sitzendes Sakko trug, muss ich nicht extra betonen.
Oh, jetzt redet er über online-Musikmagazine. Disco 2.0 am morgen. Hilfe, bitte erlöst mich. Jetzt kommen auch noch Videos über user-initiated Advertising...
Wenigstens steht er jetzt hinter dem Rednerpult, welches den Blick auf seine unterirdischen Schuhe verstellt.
Auf die Frage nach den Methoden der Trendforschung sagte Dillinger, dass es ein 15-köpfiges Expertenpanel gebe, welches wöchentlich zusammentreffe, um Trends zu analyseieren. Eine richtige Methode scheint es dabei nicht zu geben, Dillinger umschrieb es mit Erfahrungswerten. Das Geschäftsmodell von Trendone ist eine kostenpflichtige Trenddatenbank, aber die Trends werden wie am Fließband produziert: der Output soll bei 300 Trends pro Woche liegen. Ich frage mich, was die Jungs machen, wenn es nicht genug Trends zu Erfüllung der Zielvorgabe gibt. Es wird auch im Nachhinein nicht nachgeforscht, inwiefern die Trends sich bewahrheitet haben oder nicht. Willkommen in der Trend-Wegwerfgesellschaft.
PS: Dass er keine vernünftigen Manschetten oder gar ein gut sitzendes Sakko trug, muss ich nicht extra betonen.
svennov - 2. Okt, 11:05
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Ludw (Gast) - 9. Okt, 15:26
Jaja...das Convention Camp
Es gab doch den ein oder anderen zwielichtigen Vortrag. Den Hillinger/Dillinger hab ich leider nicht erleben dürfen, hatte aber auch meinen Spass bei "neuropsychologische Methoden zur Evaluation von Marketingmaßnahmen"...nicht. Naja, Namen des Belangweilenden hab ich nicht mehr präsent, was aber bezeichnend für die Veranstalung ist. Eines wird man ihm jedoch nicht nehmen können: Den Eintrag ins Guinness-Buch in der Kategorie "meiste Chiffren pro Präsentationsfolie". Respekt!
Nichtsdestrotz fand ich das ConventionCamp enorm gelunden. Szenedrinks, massig Würstschen, enorm kreativ belgte Brötchen satt. Im Ernst, man konnte was lernen! Bin nächstmal wieder dabei.
Nichtsdestrotz fand ich das ConventionCamp enorm gelunden. Szenedrinks, massig Würstschen, enorm kreativ belgte Brötchen satt. Im Ernst, man konnte was lernen! Bin nächstmal wieder dabei.
Norbert Hillinger (Gast) - 12. Nov, 10:20
Wenn Kritik dann bitte sachlich
Sehr geehrter "Svennov",
ich habe bereits während des Convention Camps gemerkt, dass Sie abfällige Meinungen zu meinem Vortrag über Twitter posten. Nachdem ich Sie dann über eben dieses Medium angesprochen habe, und zu einem Gespräch eingeladen habe, in dem wir uns über TrendONE und die Methodik hinter unserer Forschung unterhalten können, haben Sie nicht mehr reagiert.
Stattdessen lese ich nun hier Ihre zweite und dritte Kritik, die allerdings weniger auf den Vortrag sondern vielmehr gegen meine Person geht, was ich ehrlich gesagt nicht gut heißen kann.
Wie ich mich kleide tut nichts zur Sache, einmal abgesehen davon, dass ich meinen Kleidungsstil als angepasst halte. Über die Themen hingegen können wir uns gerne unterhalten, da sie zugegebenermaßen für manche etwas zu weit weg bzw. unecht wirken.
Was die Kritik an meiner Person anbelangt, würde ich mich dennoch sehr freuen, wenn Sie sich für diese (in meinen Augen als Beleidigungen aufzufassenden) Bemerkungen entschuldigen.
Gruß,
Norbert Hillinger
PS: Das Angebot zum Gespräch gilt übrigens immer noch!
ich habe bereits während des Convention Camps gemerkt, dass Sie abfällige Meinungen zu meinem Vortrag über Twitter posten. Nachdem ich Sie dann über eben dieses Medium angesprochen habe, und zu einem Gespräch eingeladen habe, in dem wir uns über TrendONE und die Methodik hinter unserer Forschung unterhalten können, haben Sie nicht mehr reagiert.
Stattdessen lese ich nun hier Ihre zweite und dritte Kritik, die allerdings weniger auf den Vortrag sondern vielmehr gegen meine Person geht, was ich ehrlich gesagt nicht gut heißen kann.
Wie ich mich kleide tut nichts zur Sache, einmal abgesehen davon, dass ich meinen Kleidungsstil als angepasst halte. Über die Themen hingegen können wir uns gerne unterhalten, da sie zugegebenermaßen für manche etwas zu weit weg bzw. unecht wirken.
Was die Kritik an meiner Person anbelangt, würde ich mich dennoch sehr freuen, wenn Sie sich für diese (in meinen Augen als Beleidigungen aufzufassenden) Bemerkungen entschuldigen.
Gruß,
Norbert Hillinger
PS: Das Angebot zum Gespräch gilt übrigens immer noch!

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